Alkohol in der Schwangerschaft

Alkohol in der Schwangerschaft

Das ist nicht der Rede wert, darüber nach zu denken, meinen Sie, weil das selbstverständlich ist?
Da muß ich Ihnen leider widersprechen.

Man ist sich des Problems des Trinkens nicht bewußt, aber können Sie sich vorstellen, daß all die Menschen, die Sie kennen und die nicht so helle sind, es deswegen sind, weil ihre Mama in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat?

Alkohol ist eine teratogene Substanz (toxisch für die Gehirnentwicklung des Babys).

Aber man trinkt doch keinen Alkohol in der Schwangerschaft?!

Richtig, im Sinne von: Das sollte man sein lassen.

Aber, was ist mit all den Partymäusen?

Die gar keine Familienplanung im Sinn haben und dann eine Schwangerschaft feststellen und schon in den 12. SSW sind oder weit darüber hinaus?

Was ist mit all den Kindern, die an Karneval gezeugt werden – ungeplant gezeugt.

Man trinkt nicht in der Schwangerschaft – aber wenn diese nicht bekannt ist?

Wer trinkt in der Schwangerschaft?

– wer noch nichts von der Schwangerschaft weiß
– wer die Gefahren, für das ungeborene Kind, unterschätzt
– wer alkoholabhängig ist

Alkohol in der Schwangerschaft: Eine Katastrophe für das Gehirn

Schon kleinste Mengen Alkohol – und ebenso ein einmaliger Alkoholgenuß – wirken sich katastrophal auf die Entwicklung des Gehirns auf – unabhängig vom Stadium der Schwangerschaft, denn das zentrale Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) bildet sich während der gesamten Schwangerschaft aus.

Das Gehirn ist zu jedem Lebenszeitpunkt veränderbar und wächst – damit sind aber i.d.R. die einzelnen Zellen gemeint.

Das kann jedoch nur passieren, wenn es eine gute Basis gibt und die Strukturen vollständig und perfekt angelegt sind.

Die ist bei einer pränatalen Schädigung nicht vorhanden, weil es hier nicht um die Zellen geht, sondern um größere Strukturen, die sich so nur in der Schwangerschaft ausbilden können.

Ein Beispiel:
Wenn Sie eine fehlgebildete Hand haben, dann können Sie trainieren, bis zum Umfallen – Sie werden nie den Erfolg haben, den jemand ohne diese Fehlbildung hätte.



Alkoholexposition während der Phasen der Schwangerschaft

Wie die Forschung von Dr. Clarren und Dr. Streissguth zeigt, beeinträchtigt
Alkohol während der ersten drei Monate die Migration und Organisation von Gehirnzellen.
[Journal of Pediatrics, 92(1), 64-67]

Während des zweiten Trimesters ist das Gehirn besonders vulnerabel gegenüber Alkoholexposition, v.a. von der 10. bis zur 20. Woche nach der Zeugung. In dieser Zeit ist laut einer englischen Studie die Gefahr stark erhöht, mehr klinische Merkmale des FAS zu entwickeln als zu anderen Zeitpunkten der Schwangerschaft.
[Early-Human-Development; 8(2), 99-111]

Während des dritten Trimesters ist der Hippocampus laut Dr. Claire D. Coles besonders betroffen, was zu visuellen und auditorischen
Wahrnehmungsstörungen führt (Lesen und Mathe).
[Neurotoxicology And Teratology, 13, 357-367]

Quelle: College of Cognitive and Linguistic Sciences at Brown University

Jährlich werden in Deutschland ca. 4.000 Kinder mit dem Vollbild eines Fetalen Alkoholsyndroms (FAS) geboren.

Fachleute gehen von einer Dunkelziffer der verschiedenen Ausprägungen von bis zu 10.000 geschädigten Kindern pro Jahr aus.

Die Folgen: Alkoholgeschädigte Kinder

Das Fetale Alkoholsyndrom/FAS/FASD


Die Folgen sind nicht immer sofort auffällig, denn wenn eine Mutter nur in der ihr nicht bekannten Schwangerschaftszeit Alkohol getrunken hat, werden folgende Symptome eher nicht vorhanden sein:

  • sehr klein
  • untergewichtig
  • sehr kleiner Kopf
  • verhaltensauffällig, da das zentrales Nervensystem geschädigt ist

Allgemeine Symptome bei FAS, mit unterschiedlicher Ausprägung:

  • Wachstumsstörungen
  • Essstörungen, motorische Unruhe und ausgeprägte Schlafstörungen in der Säuglingszeit
  • Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems
  • körperlichen und organischen Fehlbildungen
  • Entwicklungsstörungen
  • massive Verhaltensbeeinträchtigungen
  • Intelligenzminderung
  • Merk- und Lernschwierigkeiten
  • eingeschränkte Impulskontrolle
  • sozial unangemessenes Verhalten
  • Hyperaktivität
  • eingeschränkte Impulskontrolle
  • eingeschränkte Fähigkeit, Handlungen zu planen
  • können nicht aus Fehlern lernen

Frech, distanzlos, unbelehrbar – oder vielleicht FAS?

Nun könnten Ihnen einige Kinder/Erwachsene aus dem Bekanntenkreis einfallen, die man bisher in die Kategorie ADS/ADHS oder gar Asozial gesteckt hat.

FAS hat viele Gesichter und im Adoleszenz-/Erwachsenenalter kommen dazu:


– Schulabbruch

– Unselbständigkeit

– Bindungsprobleme

– unangemessenes, sexuelles Verhalten

– schwaches Urteilsverhalten

– Erwerbsunfähigkeit

– Alkohol-/Drogenabhängigkeit

– Straftaten



Dumm: Von schwacher, nicht zureichender Intelligenz

Alkohol in der Schwangerschaft führt zu kognitiven Schäden – immer.

Es kann sein, daß sie im Kleinkindalter nicht auffallen – spätestens nach der Einschulung zeigen sie sich.

Alkoholgeschädigte Kinder sind dümmer und sie haben einen geringeren IQ.

Und deswegen ist eine Diagnose so wichtig.
Damit man aufhört, ein Kind, was nie in der Lage sein wird, gewisse Dinge zu lernen, dazu zu zwingen und diese Dinge zu erwarten und Mütter/Väter zu verurteilen, daß sie es nicht schaffen, das Kind dahin zu bringen.

Diese Kinder sind weniger intelligent und man sollte sie gemäß ihren Fähigkeiten fordern und fördern.


Fazit Alkohol in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft alkoholgeschädigte Kinder/Erwachsene sind lebenslang geschädigt und daher bedarf es einer Diagnose, damit sie die Unterstützung bekommen, die sie brauchen, gemäß ihrer eingeschränkten Möglichkeiten.

Unterstützung, statt Druck und Ausgrenzung und folglich fast vorprogrammiert, den sozialen Abstieg.

Und Aufklärung, damit Frauen sich des Risikos bewußter werden und konsequent auf Alkohol verzichten.

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